Achthaben. Liturgische Miszelle zum 17. November 2015

 

Verleih uns Frieden gnädiglich,

Herr Gott zu unseren Zeiten.

Es ist doch ja kein anderer nicht,

der für uns könnte streiten.

 

Menschen stehen solidarisch an diesem Abend

London, Wembley-Stadion

Hannover, HDI Arena

Orte des Spiels. Spielen gegen die Angst.

Gegen die Angst von Einzelnen,

die zum Terror gegenüber Vielen wird.

 

Lichterketten

90 000 singen.

 

Großer Gott! Mit Ketten an den Händen

Würden sich unsere Häupter dem Joch beugen.

Niederträchtige Despoten würden

Über unser Schicksal bestimmen!

 

Sie stehen zusammen. Sie singen ein Kriegslied.

Lasst uns Acht haben.

 

Einer sitzt am Bettchen.

Antoine Leiris hat

die Liebe seines Lebens,

die Mutter seines Sohnes verloren.

Und er spricht von der Schönheit über den Tod hinaus und dem Paradies der freien Seelen.

„Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Erde. Melvil ist gerade mal 17 Monate alt; er wird seinen Brei essen wie jeden Tag, dann werden wir gemeinsam spielen wie jeden Tag und sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge euch beleidigen indem er glücklich und frei ist.“

Sie stehen zusammen.

Und einer singt dem anderen Wiegenlieder.

Lasst uns darauf achtsam sein.

 

Wir sind zusammen in dieser Kirche.

Schaut auf die Welt. Schaut auf Euch. Habt Acht: Gott ist da.

 

In seinem Namen sind wir gerufen:

zu leben an den Orten dieser Welt,

in London, Hannover und wohin wir geschickt sind;

an die Bettchen der Kleinen und die Stätten der Alten;

in diese Kirche heute Abend hier,

wie Menschen durch die Jahrhunderte vor uns.

 

MUSIK

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