So fängt es an.

Portal zu Neujahr 2017, hauptsächlich mit Worten Anderer.

  

Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr,  das uns gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie getaner Arbeit  voll Aufgabe, Anspruch, Zumutung, und wollen sehen, dass wir’s nehmen lernen ohne allzu viel fallen zu lassen, von dem, was es zu vergeben hat.[1]

Ohne allzu viel zu verlieren,

von den Zielen, und der Hoffnung, der Sehnsucht,

wie Du es sagen würdest,

wenn es vor Dir stünde,

dieses Jahr,

und fragte Dich:

Three Words for Twothousandandseventeen.

Drei Worte für Zweitausendsiebzehn.

 

Jetzt steht es da, dieses Jahr.

Und es könnte ja sein, Gott stünde am Anfang dieses neuen Jahres,

und fragte Dich,

nach drei Worten, von Dir, für dieses Jahr.

Genannt in der Stille, vor Gott.

 

Lebendig.zart.offen.

immer-viele-Farben

Glaube. Liebe. Hoffnung.

Fürchte.Dich.Nicht.

Neu.Herz.Lieben

Alles. Bleibt. So.

Bleibt. Alles. Anders. Mehr.

Spiel-Regeln-Brechen.

Offen.Für.Neues.

Hoffentlich. Viel. Liebe.

Lebendig. Stärker. Jetzt.

Vergangenes. Gegenwärtiges. Künftiges.

Vielfalt.Lieben.Heute.

Augen. Auf. Tun.

Beschenkt. Sein. Lassen.

Gracias a.la vida

Ich.bin.da

Hoffnung. Freundschaft. Demut

Neu. Segen. Sein.

 

Wir wissen,

dass auch in dieser Nacht

feiernde Menschen brutal und grausam

ums Leben gekommen sind.

 

Wir haben auch das dabei, am Beginn dieses Jahres:

Ich bin erschrocken. Ich trauere.

39 Männer und Frauen,

mehr als 65 Verletzte, viele davon schwer.

 

Wir trauern.

Und doch: Angst muss nicht bannen.

Da ist eine Hoffnung, die in uns ist.

Verletzlich wie wir, in Spuren wahrzunehmen.

Von Gottes Geist und seinem Wort geleitet.

Wir wissen und ahnen: Es gibt Grausamkeiten, die auch wir anderen antun.

Es ist vor Gott. Wir teilen miteinander.

In seinem Namen.

 

 

Fotocredit: Friederike Erichsen-Wendt (evangelische Kirche Niederdorfelden, zur Weihnachtszeit)

[1] Aus einem Brief von Rainer Maria Rilke an seine Ehefrau Clara, am 1. Januar 1907 (abgedruckt in: Rainer Maria Rilke, Briefe aus den Jahren 1906-1907, Berlin 1930). Kathrin Oxen hat an diesen Text erinnert.

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