Gottes prophetisches Anagramm als Theorie des Pfarramts, gepredigt.

Predigt zur Einführung als Studienleiterin am Evangelischen Studienseminar Hofgeismar. Zu Jon 3, 10-4,11 (3.S.n.Tr., Reihe IV)

 

I Am Anfang: Hören

„Geh“, hörte Abram. Und ging.

„Geh“, hörten Männer am See, ließen ihre Fischernetze fallen, und gingen.

Männer und Frauen gehen los. Sie  hatten etwas von Gott gehört: Ein Wort. Etwas, das ihr Leben in ein neues Licht stellte.

„Geh“ –  Und Jona: Er flieht.

Gott macht einen zweiten Anlauf. Augenscheinlich tut er das oft.

Gott ruft. Und Du gehst oder fliehst, Echos klingt in Deinen Ohren.

 

MUSIK (Kehrvers von „Du bist ein Gott, der mich anschaut“ instrumental, leise, andeutend.)

 

II. Dazwischen: Gehen

Geh raus. Raus aus der Stadt. Raus aus meiner kleinen Welt. Tapetenwechsel. Mal was Anderes sehen. Ins Grüne.

Landgrafen verbrachten hier den Sommer. Wenn es in der Stadt zu heiß wurde. Sie Ruhe brauchten zum Nachdenken, Lesen, Arbeiten, im Park Lustzuwandeln, zu musizieren, für Gespräche. Es wirkt einfach und leicht, dieses Leben.

Es ist gut, ein geistliches Sommerhaus zu haben. Denn da ist es einfach. Wirkt leicht und ist wichtig zugleich. Mit Abstand zu allem, was im Alltagsgeschäft hitzig und kompliziert ist. Mit Zeit zum Nachdenken. Tragfähiger Tagesroutine und gutem Essen. Ruhe zum Nachdenken und zum Streiten um der Klarheit und Wahrheit willen. Fleißig sein und trotzdem Zeit haben.

 

MUSIK (Kehrvers von „Du bist ein Gott, der mich anschaut“ , „passend“)

 

III Predigtvorbereitung. Die Hörer

Gott ruft. Jona soll eine richtige Ansage machen. Zeitansage. Für Jona heißt das: Auftrag zur Predigtvorbereitung – ein Tag, eine Nacht, ein Tag, eine Nacht, ein Tag, eine Nacht.

Ich will da nicht hin. Die Leute in Ninive haben einen Ruf. Die Anderen, diese ganz Anderen. Sie sind nicht einfach nur ein bisschen unsympathisch. Sie sind nicht einfach die gottlosen Stadtmenschen. Oder was man so von ihnen erzählt: Die sich selbst und anderen fremd sind und isoliert und in ihren eigenen vier Wänden und sich selbst gefangen. Von den Niniviten wird erzählt, sie folterten ihre Feinde und hängten ihre Körper an der Außenseite der Stadtmauern auf. Dohlen, Eulen und Raben, die ohnehin nichts haben, wo sie ihr Haupt hinlegen können, sind stetig ruhelos und schreien und klagen, sagt man über Ninive; so steht’s in der Bibel (Zeph 2, 14). Ich habe versucht, mir das vorzustellen. Als ich Sonntagfrüh hier am Park saß und der Welt zuhörte. Macht doch morgen früh mal das Fenster auf und hört. Und dann dieses Geschrei, Gezeter, umgetrieben, klageschreiende Stille. Mir tun die Ohren davon weh und ich merke: Es gibt auch ein leises Echo davon in mir. Von dieser Macht, an der Leben Sprünge bekommt und klirrend zu Boden fällt.

Ich will so wenig wie möglich mit dieser ruhelosen Brutalität zu tun haben, mit dem übermächtig Bösen.  Auch dem, das ganz nah ist. Wir wissen nicht, was die Mauern Ninives so dick und ihre Herzen so kalt macht. Herr, erbarme Dich.

 

STILLE und danach ganz, ganz leise: MUSIK (Kehrvers von „Du bist ein Gott, der mich anschaut“)

 

IV Predigtvorbereitung. Der Prediger

Irgendwann zwischen „Geh und ruf“ – Ihr erinnert Euch: So hatte Gott es gesagt – und den Schiffsanlegestellen Deines Lebens, die in alle möglichen Richtungen gehen, trifft Jona eine Entscheidung: Nur weit weg. Ich kann das nicht. Ich will das nicht. Ich mag das nicht. Soll doch ein Anderer. Ich bin nicht würdig. Ich lebe nicht recht. Ich tue nicht, was ich denke, was Andere erwarten. Ich bin zu jung. Ich bin zu alt. Das ist mir zu schwer. Das dauert mir zu lange. Ich mache mich lächerlich.

Jonas Schiff geht genau in die entgegengesetzte Richtung. Weg, Hauptsache weg. Was kommt, ist persönliche Sintflut. Flucht, Schiff, Sturm, Selbstaufopferung und Fallen und Meer und unendliche Tiefe und der Fisch. Magischer Unort voller Unrat und Fischabfälle und Gestank und Gebet, Ort von allem, was Dir peinlich ist, Ort vermeintlicher Irrwege, sagen die Anderen, die Gesellschaft, die Eltern, oder die, die zu wissen meinen, wie Kirche geht, und mitten darin: einer, der von Gott bewahrt wird. Eine Gnade, die die Wahrheit an die Hand genommen hat. Sieh hin! Hier. Jona, ausgekotzt vom Fisch am Strand. Fabel und Farce. Bewahrung und — dazu sagt die Geschichte nichts, wie Jona darüber denkt. Weggelaufen und trotzdem da, vielleicht nie Gott näher.

 

V Predigtvorbereitung. Textur

Geh, sagt Gott ein zweites Mal. Und Du machst Dich auf.

Stehst auf, mit wackligen Knien, klopfst die Sandkruste von der Haut, die die Sonne dir eingebrannt hat. Und immer bleibt ein Rest. Zwischen den Zehen, in den Argumenten und im Schlingern zwischen Richtig und Falsch. Drei Tage dauert’s. So groß ist die Stadt, so weit ist der Weg.  Große Stadt, von Noahs Nachkommen erbaut. Noah-Jona. Eine Geschichte aus den gleichen alten Buchstaben. Bibel schreibt Geschichte mit den alten Buchstaben neu. Diese Stadt, dieser Predigtort dort ist ein Echo überlebter Sintflut. Echo überlebter Sintflut.

Einen Tag lang läuft Jona in die Stadt hinein. In zerrissener Kleidung, durch vorgartenbegrünte Vorstadtsiedlungen, und die blankgeputzten Gassen der Dörfer, die sich für die Sommerkirmes rüsten: Durch die Kirchen, in denen die, die kommen, ihren festen Platz haben, wo doch Platz für alle wäre, Leben eine Verstrickung unausgesprochener Regeln ist, und durch die Anderwelten, in denen es nie Tageslicht gibt und es aus den Ecken stinkt wie im Inneren eines Fisches.

Jona läuft durch diese Stadt, mit wenig mehr wohl als einem kleinen schwarzen Ringbuch voller Predigtskizzen, Schreibübungen, Anfangssätze, Kernsätze, Szenen, mindmaps, durchgestrichen und wieder emporgeholt, Seiten rausgerissen und post-it hier und da. Kommunikation des Evangeliums ist das zerknautschte Zettelchen in der Hosentasche mit eilig notierten Einsichten, das den Waschgang im Fisch überlebt, selten Fließtext auf elfenbeinfarbenem Bütten.

Od arbaim jom we ninewe näpacät.

Noch drei Tage, und Ninive geht unter.

 

VI Predigtanalyse. How to do things with words

Es gibt ja so Predigten, die machen einen ratlos und doch ahne ich: Irgendwas ist da. Und für mich gehört das zu den Aufgaben dieses Pfarramtes, das zu sehen und zur Sprache zu bringen, was da ist, und was daraus werden könnte, und was darauf wartet, gesehen und gesagt zu sein. Und Euch zu sagen, dass das wirklich arg schwer ist, es einfach und leicht und gut zu machen. Und dass man dafür nicht allein Zeit und Schlaf braucht, wie Ihr es sagt, sondern auch Fleiß und Beharrlichkeit. Und ich höre zu, immer und immer wieder. Und staune. Und sag so Sachen wie: Macht die Fenster auf und hört zu! Und geht raus und lest Lehrbücher und denkt sie weiter. Viel weiter, als wir Alten ahnen. Und dass es um des Evangeliums willen lohnt, mutig zu sein und kreativ und – vor allem – es verlässlich zu tun und so, dass es Dich selbst fröhlich macht. Und denen klar zu widersprechen, die dann und wann mal von der Macht des Faktischen unter Druck gesetzt sind. Und dass jede hier die Zumutungen der Institution kennt. Und zugleich die Freiheit, die sie lässt. Und dieses Gefühl, von allem verlassen zu sein. Seht Jona an. Und will sagen, dass es dennoch lohnt, zu hören, auf die Schrift und die Leute auf der Straße, was sie sagen, wenn sie nicht wissen, dass Du der Pfarrer bist, und auf die Stimmen aus theologischen Büchern – zumindest manchen – und auf kluge Kollegen und Kolleginnen, was sie denken, was sie glauben und was sie Dir raten. Dass ist das Allererste, wo es sich zu kooperieren lohnt.

Und ich denke an Jona. Den zerrissenen Jona in der Welt mit Vorgartengrün und regelbewehrtem Kirchenbesuch. Und ich denke an kleine, zerrissene Predigtworte. Und an Sonntage, an denen meine Worte so nichtssagend scheinen. Und an Fluchten in Klischees dahin, was wir angeblich alle meinen oder glauben oder von denen damals in Korinth oder sonstwo lernen sollen.

40 Tage, und ihr werdet untergehen.

Es ist das, was Jona sagt: nach einem Tag, einer Nacht, einem Tag, einer Nacht, einem Tag, einer Nacht.

Und dann spricht er nicht mal ihre Sprache. Die Niniviten hören fremde Worte. Fremd wie Halleluja und Amen und Kyrie eleison und preußischer Talar. Jona knüpft nicht an ihre Lebenswelt an. Er ist auch kein impliziter Besserwisser, der sie irgendwo abholen und hinbringen will. Er erzählt keine Beispiele. Und mit ganz großer Wahrscheinlichkeit mag er seine Hörer nicht besonders. Eigentlich wäre er froh, sie hörten ihn gar nicht. Veränderung macht ja auch Angst. Auch dem, der sie ansagt. Weil sie zeigt, dass die Welt offen ist. Beschlossen bei Gott, nicht bei uns. Jona redet, weil er es muss. Die große Freiheit unseres Dienstes ist auch darin begründet, dass wir so Vieles einfach tun müssen. Mag sein, Jona hat mit dem Leben abgeschlossen. Als Bote schlechter Nachrichten sieht er sich schon aufgeknüpft an der Stadtmauer. Und hört diesen schrillen Schrei der Dohlen und Eulen und Raben. Man hat ja gelegentlich so Phantasien, was alles Furchtbares passieren könnte, der Schatten des permanenten Ernstfalls. Und das lähmt. Ich könnte ja, aber… – was sollen die nur denken – die Studienleiterin, der Chef, die Kollegen und vor allem: die Gemeinde? Ihr kennt die tausend Gründe, die einem dann einfallen.

Jona aber redet. Die wirksamste Predigt, von der die Bibel berichtet.

Und ich schaue mich um in unserer Kirche nach dieser Wirksamkeit, und höre diese Worte, der Schrift und dem Leben abgetrotzt, auf Euren Kanzeln in Kalbach und Lohfelden, im Ebsdorfergrund und am Limes, in Ostheim, Marburg und Maintal, in Leislau und Wuppertal, in Haunetal, Habichtswald, Hanau, Hildesheim und hier in Hofgeismar. Oder wo Dein Platz ist, wohin Dich Gott ruft. Und ich sehe die Kirche, die auf Marktplätzen und in Kneipen spricht, und ich sehe den kleinen Jona, mit zerrissener Kleidung und wirrer Mappe voller Zettelchen, und ich sehe meinen Ärger über seine unfrisierten Haare und seine ausgelatschten Schuhe, wo wir doch so professionell sind, um in der Welt gehört zu werden, und ich sehe die vielen durchgestrichenen alten Buchstaben, neu sortiert, und ihn selbst: auf einer Obstkiste stehend, preaching on the streets.

Und ich versuche in Euren Stimmen zu hören, was Ihr sagen wollt. Was Ihr von Gott verstanden habt. Öffentlich und in Euren Amtszimmern.

Die leisen, die zittern, weil sie so sehr wissen, wie angewiesen sie darauf sind, dass in ihren Worten mehr spricht als sie selbst.

Die pragmatischen, die alles nach den Regeln des Handwerks machen, um nur ja alles richtig zu machen.

Die, die nie wirklich fertig werden, mit dem Text und ihrer Zeit und ihren Fragen.

Und die, die sich mit deutlicher und vernehmlicher Stimme eigentlich nach so viel Tiefe sehnen.

Es ist 40 Tage Zeit. Es ist Zeit. Es ist nicht unendlich viel Zeit. Wie Wüste. Wie Sintflut. Extreme von Alles oder Nichts. Das Leben ist begrenzt, und das ist gut so, sagt Agende IV. Und das Evangelium klingt anders, wenn es Dir jemand sagt, als wenn Du es nur weißt. Glaubt mir.  Und eigentlich hast Du ziemlich genaue Pläne für diese 40 Tage: Handlungsfähiger werden in Konflikten lernen, Homiletik, TKH und Abschiedsfest, Konfi am Dienstagnachmittag und Frauenhilfe am Mittwoch, Trauungen, vielleicht ein paar mehr als die Jahre zuvor, Schulbrote schmieren, an Gräbern stehen mit „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, und „Christ ist erstanden“, und vielleicht singst Du das zum ersten Mal allein da draußen vor all den Menschen, von der Bewahrung durch den Tod hindurch, den Jona so sehr ersehnt.  Und dann ist da Am-Schreibtisch-Tüfteln oder wo auch immer dafür ein guter Ort für Dich ist, am Brunnen, Sommerfrische in den Bergen oder in Omas Ferienhaus. Mit Lustwandeln, Musizieren und Lesen. Einfach und leicht.

Und darin ist doch dieses Andere. Das, was das Leben in allen unseren Vorhaben bedeutsam sein lässt.

Und einer ist da, der es sagt: 40 Tage noch. Es ist Zeit. Und: Die Zeit ist begrenzt.

Predigen ist auch: Zur Sprache und ins Spiel bringen, was von Gott her da ist. Dem ist Wirkung verheißen.

 

VII Wirkung

Die Niniviten kehrten um. Mit Mann und Maus und König und allem Getier. Samt und sonders. Fast schon pittoresk. Als ob sie aus einer Arche herauskröchen. Jona ist archaisches Anagramm für Noah. Sie, die von Gott nichts wussten. Die kein Wort dieser fremden Predigtsprache verstehen, folgen der leisen Stimme eines zerrissenen, clownesken Predigers mit unfrisiertem Haar. Gottes Anagramm für die gefallene Welt ist Bewahrung.

Doch Jona flieht erneut. Jona flieht vor dem, was geschehen wird. Bewahrung für die, die wir gern los wären. Raus aus Ninive, vor eine brüchige Bretterhütte im Gurkenfeld. Weil genau geschehen wird, was Jona nicht sagt. Damit geschieht, was Gott mit der Welt vorhat. Umkehr. Bewahrung. Frieden. Zusammenleben aller Kreatur. Auch das ist aber eine weitere Geschichte. Predigt ist auch immer Verweis auf Weiter-Predigen. Jona jedenfalls flieht nach Osten. Dorthin, wo Gott Kain schließlich fand. Und auch ich fliehe, lehne mich an die lose Bretterhütte meines Lebens, wo Gott wachsen und vergehen lässt, was mein Leben ausmacht.

Und werde nachdenklich. Darüber, wo Andere dem Wort so viel mehr zutrauen als ich selbst.

Ich bin auch beschämt.  Darüber, wie ich über die denke, die unserer verfassten Kirchlichkeit so anders sind.

Und ich bin angerührt. Dass Gott sie sich zu eigen macht – kleine Worte aus alten Buchstaben.

Predigtskizzen, Schreibübungen, Anfangssätze, Kernsätze, Szenen, mindmaps, durchgestrichen und wieder emporgeholt, irgendwo aus dem Alltag rausgerissene Seiten und post-its, an Zufallsbegegnungen, Klänge und Bilder geklebt, zerknautschte Zettelchen mit eilig notierten Einsichten.

Mit all dem bin ich jetzt hier, seid Ihr hier. Bretterhütte und Sommerhaus.

Landgrafen verbrachten hier den Sommer. Wenn es in der Stadt zu heiß wurde. Sie Ruhe brauchten zum Nachdenken, Lesen, Arbeiten, im Park Lustzuwandeln, zu musizieren, für Gespräche. Es wirkt einfach und leicht, dieses Leben.

 

MUSIK (Kehrvers von „Du bist ein Gott, der mich anschaut“ , heiter und beschwingt)

 

Am Ende: Hier (II)

Es ist gut, ein geistliches Sommerhaus zu haben. Denn da ist es einfach. Ich wünschte Jona so ein Haus.

Und ganz gleich, ob in Eurem Bild dieses Haus am Meer steht oder in Omas Garten: Auch hier steht so ein Haus. Vielleicht nicht immer. Doch viele schauen danach, dass es für Euch und für uns selbst so sein kann.  Es lohnt also, Augen und Herz danach offenzuhalten.

Und Gott lässt am Haus entlang wachsen, was Dich beschirmt. Rizinus mit riesigen Blättern. Wenn es sein muss, ganz schnell. Du weißt gar nicht, wie. Und Gott lässt vergehen, durch kleine Widrigkeiten und heißen Gegenwind. Du trauerst, obwohl Du nichts für all dies getan hast.

Und am Ende liegen neu sortierte Worte da. Gott sagt’s so: Ich bin da. Ich sehe und denke dir nach. In dem, was Dich bewegt. Ich bin davon angerührt. Und neues Reden von Gott ist da. Aus einem Fisch gerettet und neu sortiert. Für Dich. Für Euch. Nehmt und geht und sagt’s und tut’s.

 

Der Predigttext gehörte zu den Einführungslesungen und ging so:

Gott sah Ninives Taten.

Sie waren umgekehrt von ihrem bösen Weg,

und es reute Gott wegen des Bösen,

das er geredet hatte, ihnen zu tun,

und er tat es nicht.

Das war böse für Jona,

ein großes Bösesein,

und es wurde ihm heiß.

Er betete zu Gott (JHWH) und sprach:

Ach, Gott, war das nicht meine Rede, solange ich auf meinem Erdboden war? Darum wollte ich dir zuvorkommen, um nach Tarschisch zu fliehen.

Fürwahr, ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist,

langmütig zum Zorn und reich an Güte,

und einer, den es reut wegen des Bösen.

Aber nun, Gott, nimm doch mein Leben von mir, fürwahr, besser ist mein Tod als mein Leben.

Und Gott sprach: Ist es recht, dass Du zornig bist?

 

Und Jona ging aus der Stadt hinaus

Und ließ sich östlich der Stadt nieder.

Und er machte sich dort eine Hütte

Und ließ sich unter ihr im Schatten nieder,

bis dass er sähe,

was in der Stadt geschähe.

Und Gott (JHWH) bestimmte einen Rizinus,

und der stieg auf über Jona,

um Schatten zu sein über seinem Kopf,

um ihn herauszureißen aus seinem Bösesein.

Und Jona freute sich über den Rizinus,

eine große Freude.

Und Gott bestimmte einen Wurm,

als aufstieg die Morgenröte am folgenden Tag.

Der stach den Rizinus,

sodass er verdorrte.

Und es geschah, als die Sonne aufstrahlte,

da bestimmte Gott einen scharfen Ostwind.

Da stach die Sonne auf Jonas Kopf,

sodass er verschmachtete.

Und er wünschte seiner Seele zu sterben und sprach:

Besser ist mein Tod als mein Leben!

Und Gott sprach zu Jona:

Ist es gut,

dass du zornig bist wegen des Rizinus?

Und er sprach:

Es ist gut,

dass ich zornig bin bis zum Tode.

 

Und Gott (JHWH) sprach:

Du, du hast Mitleid um den Rizinus,

um den du dich nicht gemüht hast

und den du nicht großgezogen hast,

der innerhalb einer Nacht da war

und innerhalb einer Nacht zugrunde ging.

Ich aber, ich sollte nicht Mitleid haben um Ninive, die große Stadt,

in der es an Menge mehr als 120 000 Menschen gibt,

die nicht zu unterscheiden wussten zwischen rechts und links,

und viel Vieh.

 

 

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